C

Fnordfunk 067: Dennis, Unix und C

Am 12.10.2011 ist Dennis MacAlistair Ritchie verstorben. Mit C und Unix hat er die Welt der Informatik maßgeblich geprägt. Und genau darüber haben wir uns im 67ten Fnordfunk unterhalten. Zusammen mit Jan und Sebastian haben wir uns über den Lebensweg von Dennis, die Entwicklung von Unix und C sowie deren Besonderheiten unterhalten. (und sind extrem professionell abgeschweift)

 

Musik:

  1. Writte in C (http://www.youtube.com/watch?v=1S1fISh-pag)
  2. Bread sucks – There’s something wrong
  3. Shearer – Day’s end
  4. Steep – Fly with me
  5. (pornophonique – space invaders)

Moderatoren:

Gäste:

Shownotes:

  • Wer war Dennis Ritchie?
    • 9.Sep.’41 – 12.Okt.’11
    • In Harvard Physik und Angewandte Mathematik studiert
    • „Ein Leben für die Informatik“
    • 1967 Arbeit im Computing Sciences Research Center begonnen
      • Papi nachgefolgt: Alistair Ritchie
      • (Fortran und Cobol sind gerade erst aus den Kinderschuhen raus)
    • 1967! Computing 1967! Zu der Zeit waren Rechner noch Monster:
    •  Erst acht Jahre vorher hat es den ersten Volltransistorrechner auf den Markt geschafft.
    • 1969(dt. Wikipedia 61) beginnt Ritchie mit der Entwicklung von C und Unix
      • Thema, was wir später vertiefen
    • Mit Ehren überschüttet, für Unix und C:
      • 1983– Turing Award, dafür, dass er die theoretische und praktische Vorarbeit für „gemeral purpose“ Betriebssysteme geleistet hat.
        • Turing Award ist das Äquivalent zum Nobelpreis
      • 1983 ACM Software Systems Award
      • 1988 Gewählt in die U. S. National Academy of Engineering
      • 1990Hamming Medaille, für die Entwicklung von Unix und C
        • Nach Hamming, großer mathematischer Vordenker der Systemtheorie und Informatik
      • 1999National Medal of Technology
        • Eine Medaille des US-Präsidenten, für herausragende Erfinder und Innovatoren
      • 2011 Der Japan-Reis, äh Preis (ENGRISH!) (Y U NIX ?)
    • I made u nix, but i reinvented it!
    • Famous Quotes
      • UNIX is basically a simple operating system, but you have to be a genius to understand the simplicity.
      • Vollständig: „Unix is simple and coherent, but it takes a genius – or at any rate a programmer – to understand and appreciate the simplicity.“ (laut heise: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Unix-ist-einfach-zum-Tode-von-Dennis-Ritchie-1360366.html) und den Einschub „at any rate a programmer“ find ich wichtig
      • When I read commentary about suggestions for where C  should go, I often think back and give thanks that it wasn’t developed  under the advice of a worldwide crowd.
      • C is quirky, flawed, and an enormous success.
  • Unix:
    • Usprung in MultiCS
      • Untypisch für die Branche sollte ein komplett geplantes und durchkonzipiertes System entwickelt werden ;-)
      • experimentelles system im auftrag von Bell-Labs
      • War zwar nicht überragend erfolgreich, hatte aber eine feste „Fan“-gemeinde und wurde stetig weiterentwickelt (trotz mehrfachen Verkaufs)
      • Dsa MIT hat die Projektmittel für Multics gestrichen
        • Thomson/Ritchie waren leicht angesäuert
        • Also haben sie in ihrer Arbeitszeit in den Bell Labs „Unics“ entwickelt, damit sie auch ihren anderen Programmierprojekten weiter nachgehen konnten. Und das, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen.
        • Und plötzlich war AT&T im Besitz eines der wenigen general-purpose Betriebssysteme der Welt – und durfte es nicht verkaufen, weil es eine staatlich beschränkte Telefongesellschaft war.
        • Thomson und Ritchie haben es deswegen Universitäten zur Verfügung gestellt, unter einer Lizenz, die Weitervergabe und Modifikation erlaubte.
          • Einer der ersten großen Erfolgsstories in der IT, wo die freie Verteilung von Software für ihren Erfolg  essentiell war – bald darauf fanden sich Unix-Geeks an allen großen Unis.
          • Bill Joy und seine Studenten an der Berkeley University schrieben daraufhin ihr eigenes Unix, Codename BSD.
            • Und aus der BSD Codebasis entstand Mac OS
        • AT&T konnte sich von den staatlichen Regulationen befreien und wollte nun Unix selbst vermarkten.
          • Dies brachte einen MIT Programmierer namens Richard Stallman auf den Plan. Er startete das GNU Projekt, um einen funktionalen Klon von Unix zu schreiben, der unter einer freien Lizenz für alle zur Verfügung steht.
      • Der Stein des Anstoßes zu Unix war ein Spiel! (-:
      • Für Unix hat Ritchie die Programmiersprache B verwendet und hier und da modifiziert. So lange, bis halt C dabei heraussprang (hieß zuerst „new B“) ;-) Unix sollte auf eine Interdata 8/32 portiert werden, der erste Beweis für die universelle Einsetzbarkeit von C und Unix.

Sonstiges:

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3 Gedanken zu „Fnordfunk 067: Dennis, Unix und C

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