Fnordfunk 022: Pong

Sendetermin: 26.12.2007, 17:00-19:00

Im Studio: Eric, Karsten, Sarah, Michael

Der Computer hat neue Formen des Spiels hervorgebracht. Waren einfache Brettspiele wie Mensch-ärgere-dich-nicht oder Mühle noch zu komplex für die ersten Rechner – damals war „Pong!“ state-of-the-art – so ist es heute möglich, nicht nur Solitaire und Poker zu zocken, sondern unvorstellbare virtuelle Welten zu betreten. So versinken weltweit Millionen Menschen in einem 38x30cm großen Abenteuerspielplatz, in dem Missionen ausgeführt, Schlachten gewonnen und Raumschiffe repariert werden müssen.

Die Zurückgebliebenen beäugen das Geschehen mit Mißtrauen. Die Vorkommnisse in Columbine, Erfurt und Emsdetten werden mit so genannten „Killer-Spielen“ erklärt. Man müsse die virtuelle Ausbildung an der Waffe verbieten, fordern sie. Die Jugendlichen sollen lieber Tetris spielen, oder noch besser: Hausaufgaben machen. Allmählich manifestiert sich aber auch die Erkenntnis, das die Killerspiele nicht die einzige Ähnlichkeit der Täter waren. Alle waren sie Aussenseiter und hatten Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl. Vielleicht liegen die Probleme ja doch nicht in der Technik.

Wir sind selber Computer-Spieler und wollen uns in der diesjährigen Weihnachts-Sendung an die guten alten Zeiten erinnern, in denen Pixel-Grafik noch Spaß gemacht hat und wir viel zu viel Zeit mit Zocken vertan haben. Aber wir wollen auch über Columbine sprechen und darüber, warum wir bisher nicht Amok gelaufen sind.

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